Welche Länder sind die ärmsten in Mittelamerika?

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Zu den ärmsten Ländern Mittelamerikas zählen Nicaragua, Honduras, Guatemala und El Salvador. Laut Forbes ist Nicaragua (Stand Dezember 2013) das ärmste Land Mittelamerikas und nach Haiti das zweitärmste der gesamten westlichen Hemisphäre.



Nicaragua, offiziell die Republik Nicaragua, ist das größte Land der zentralamerikanischen Landenge und grenzt im Norden an Honduras und im Süden an Costa Rica. Es ist mit weit verbreiteten Problemen der Arbeitslosigkeit und Armut konfrontiert und leidet häufig unter wirtschaftlichen, politischen und sozialen Problemen sowie zahlreichen Naturkatastrophen. Erdbeben, Dürren, Wirbelstürme und Schlammlawinen sind an der Tagesordnung und dezimieren in ihrem Gefolge die Nahrungsmittelversorgung und ganze Gemeinden. Laut dem Human Development Report 2009 der Vereinten Nationen leben schätzungsweise 2,5 Millionen von 5,5 Millionen Nicaraguanern in extremer Armut. Textilien und landwirtschaftliche Grundnahrungsmittel dominieren die nicaraguanischen Exporte und machen zusammen fast 50 Prozent der gesamten Exporte des Landes aus. Die Wirtschaft Nicaraguas wuchs 2012 um rund 4 Prozent.

Im Dezember 2013 ist Honduras das zweitärmste Land in Mittelamerika. Es leidet unter einer hohen Unterbeschäftigung und einer starken Ungleichheit der Einkommensverteilung. Fast die Hälfte der honduranischen Wirtschaftstätigkeit ist direkt mit den Vereinigten Staaten verbunden, deren Exporte in die Vereinigten Staaten 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen.